Südinsel in 4 Wochen

Hier nun ein Vorschlag, wie man Neuseelands Südinsel in 4 Wochen erkunden kann, welche Orte man ansteuern kann, und welche Aktivitäten sich lohnen. Das ganze sollte nur als eine Möglichkeit angesehen werden, wie man die Zeit einteilen kann. Jeder wird sicherlich vor Ort eigene Dinge entdecken und seine Route selber planen. Als Orientierung für eine grobe Routenplanung und Erfahrungsbericht kann diese Beschreibung aber vor der Reise sicherlich sehr nützlich sein.

Tag 1: Christchurch

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Tag der Ankunft in Christchurch. Mit der Linie 3 geht es direkt vom Flughafen zum Hostel. In der ersten Nacht empfiehlt es sich, noch in einem Hostel in Christchurch zu schlafen, denn man ist wirklich müde vom langen Flug und sollte sich nicht direkt hinters Lenkrad des Campervans setzen. Wir waren in der ersten Nacht im Around the World in Christchurch. Dieses Hostel liegt verhältnismäßig nahe an der ehemaligen Innenstadt, was jedoch eigentlich egal ist, denn die Innenstadt ist seit dem Erdbeben immer noch mit hohen Bauzäunen komplett abgeriegelt. Die Straße, in der das Hostel liegt, wirkt dementsprechend wie eine Geisterstadt. Viele Häuser sind verlassen worden, die Scheiben teilweise eingeschlagen, in den Gärten wächst hohes Gras und Efeu wächst über die Einfahrten. In der Nähe vom Hostel gibt es einen Subway, einen McDonalds und einen sehr großen Supermarkt, was natürlich für den ersten Abend und den nächsten Morgen sehr praktisch ist. Das Hostel selber ist ordentlich und bietet als großes Plus kostenfreies Internet an 2 Computern. Der Hostelinhaber Lee ist sehr freundlich und hilfsbereit. Jetzt heißt es erstmal den Jetlag ausschlafen.

Tag 2: Kaikoura

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Heute holen wir den Campervan von Happy Camper in der Export Avenue in der Nähe des Flughafens ab. Dorthin kommen wir mit Steves Shuttle, einem Taxiunternehmen, welches als Festpreis 18 NZ$ für die erste Person und 5 NZ$ für jede weitere Person mit gleichem Ziel nimmt. Vor Ort bei der Campervan Vermietung werden noch einige organisatorische Sachen besprochen, zum Beispiel die Haftpflichtversicherung. Dann wird ein Check durchgeführt, welche Schäden der Wagen hat, z.B. Lackdefekte. Es folgt die Einweisung in die Technik des Campervan. Wie funktioniert der Gasherd, das Tanken, die Wasserpumpe, der Wassertank? Und wie wird aus einem Tisch ein Bett? Dann kann es endlich losgehen. Aufpassen muss man natürlich wegen des Linksverkehrs in Neuseeland. Wir über den Highway mit dem Ziel Kaikoura. Unterwegs gibt es schon erstaunliche Landschaften zu bestaunen. Am Anfang waren wir von jedem Hügel beeindruckt, denn es sieht alles so anders aus als in Deutschland! Nach einiger Fahrtzeit sehen wir das erste Mal das Meer vor Kaikoura! Wir lassen den Campervan an der Straßenseite stehen und gehen erst mal runter zum Wasser. Das erste Mal das Meer wiederzusehen ist etwas ganz Besonderes! In Kaikoura gehen wir im Supermarkt einige Sachen einkaufen und buchen eine Fahrt mit Whale Watch Kaikoura für den nächsten Tag für 145 NZ$ pro Person. Kaikoura ist ein nettes kleines Örtchen, welches sehr vom Tourismus dominiert ist. Dann steuern wir den Campingplatz Atlantic Pacific an, welcher etwas hinter dem Stadtzentrum liegt. Dieser Campingplatz ist sehr ordentlich, vor allem der dichte englische Rasen verdient es echt, erwähnt zu werden Die Anlagen sind sehr neu, modern und großzügig. Es gibt auch einen Außenpool.

Tag 3 Kaikoura

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Heute machen wir die Walbeobachtungstour mit Whale Watch Kaikoura. Die Fahrt und die Highlights sind hier beschrieben. Am Nachmittag fahren wir mit dem Campervan zum Seafood BBQ Stand auf der Kaikoura Peninsula. Wir bestellen zwei mal Crayfish mit Reis und Knoblauchbrot, eine lokale Spezialität, die an diesem Stand besonders gut sein soll. Es schmeckt auch wirklich sehr gut! Danach machen wir den Kaikoura Peninsula Walkway, ein Spaziergang von ca 2 Stunden, der zunächst an der Robbenkolonie vorbeiführt, wo man den Tieren zum Anfassen nahe kommen könnte. Das ist für uns wirklich sehr beeindruckend, denn Robben haben wir bisher nur im Zoo gesehen. Weiter geht der Weg an der Steilküste, wo man auch an einem Vogelbrutgebiet vorbeikommt und viele Vögel beobachten kann. Im Januar blühen hier unheimlich viele schöne blaue Blumen auf einer Wildwiese. Weiter geht es auf die Klippen rauf und über ein kleines Örtchen zurück zum Ausgangspunkt. Wir campen diese Nacht wild am Parkplatz neben dem Seafood BBQ. Hier gibt es Duschen und Toiletten. Auch einige Andere haben diesen Platz zum Wildcampen entdeckt. Abends gibt es das erste Mal etwas Gekochtes vom Gasherd des Campervans. Wir schlafen ein mit Blick aufs Meer und die Steilklippen. Der Platz ist hier näher beschrieben.

Tag 4: Picton

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Heute fahren wir weiter nach Picton. Unterwegs gibt es direkt am Highway einen Aussichtspunkt, von dem aus man eine Robbenkolonie mit Robbenbabys beobachten kann. Die Robbenbabys planschen in kleinen Pools in den Felsen. Wirklich beeindruckend! Unterwegs halten wir noch an einem Strand neben dem Highway. Auch hier liegt eine besonders große Robbe am Strand, die sich sonnt. Mittagspause machen wir an einer Brücke neben dem Highway, die in Neuseeland schon als historisch gilt. Älter als 150 Jahre scheint sie aber nicht zu sein In Picton angekommen fahren wir zur i-Site und buchen den Queen Charlotte Track für morgen und übermorgen und den Abel Tasman Track für die Tage danach. Wir übernachten heute Abend im Greenlands Camping Platz. Dieser Platz ist nahe am Picton Track gelegen, welcher zur sog. Snouth führt, einem Ausläufer einer Halbinsel. Diese Wanderung dauert ca. 2-3 Stunden und stellt eine gute Einstimmung auf den Queen Charlotte Track dar.

Tag 5: Queen Charlotte Track

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Um 9.00 h geht es mit einem Boot von Beach Comber Fun Cruises los durch die Milford Sounds zum Ausgangspunkt des Queen Charlotte Tracks am Ship Cove. Wir haben uns entschieden, nur 2 Tage vom Queen Charlotte Track zu machen, um auszuprobieren, wie viele Kilometer wir am Tag schaffen und ob das Übernachten im kleinen Wanderzelt klappt. Der Queen Charlotte Track ist hier genauer beschrieben.

Tag 6: Queen Charlotte Track

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Gegen 15.00 h werden wir von Beach Comber Fun Cruises am Punga Cove wieder mit dem Boot abgeholt. Der Rückweg für uns ist auch Teil der Magic Mail Cruise, einer Route, mit der eigentlich die Post an die Soundbewohner ausgetragen wird, die aber auch Touristen als Scenic Cruise angeboten wird. Abends campen wir das zweite Mal wild auf einer Halbinsel der Marlborough Sounds. Der Platz ist hier beschrieben.

Tag 7: Nelson, Kaiteriteri und Marahau

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Heute geht es mit dem Campervan weiter nach Nelson und Marahau. Nelson ist eine sehenswerte Stadt mit einigen Einkaufsmöglichkeiten. Wir gucken uns die South Street an, eine der wenige Straßen mit älteren Gebäuden. Das gilt auf Neuseeland natürlich als historic. Weiter geht es nach Marahau. Auf dem Weg dorthin kann man den Split Apple Rock anschauen, ein großer runder Fels im Meer, welcher mittig durchgebrochen ist und halbaufgeklappt im Meer liegt. Auch der Strand hier ist sehr schön. In den angrenzenden Felsen an der Küste kann man gut klettern und einige Höhlen erkunden. Wir schwimmen bis zum Split Apple Rock rüber und entdecken dort Seesterne, Seeigel und Welse. Auf dem Weg nach Marahau kommt man noch durch Kaiteriteri durch, ein Ort der einen sehr schönen Sandstrand hat, an dem man auch gut baden gehen kann. In Marahau, welches der Ausgangspunkt für den Abel Tasman Track ist, gibt es nur einen einzigen Campingplatz, welcher zur Hochsaison ausgebucht ist. Wir bekommen jedoch trotzdem noch einen Stellplatz, da wir gleichzeitig noch das Marahau Aqua Taxi für den Abel Tasman Track buchen, welches zu dem Campingplatz dazugehört. Der Platz selbst ist nahe am Strand gelegen und bietet etwas in die Jahre gekommene sanitäre Anlagen. Wenn man das Marahau Aqua Taxi bucht, kann man den Campervan für die Zeit des Abel Tasman Tracks hinter dem Campingplatz auf einem privaten Parkplatz abstellen. Ansonsten gibt es aber auch noch einen öffentlichen Parkplatz am Ausgangspunkt des Tracks, der allerdings nicht direkt neben dem Endpunkt des Wassertaxis liegt.

Tag 8: Abel Tasman Track

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Relativ früh morgens geht es los auf den Abel Tasman Track. Wir werden diesen wieder mit dem Zelt bestreiten und haben hierfür Campsites gebucht. Auch das Wassertaxi haben wir vorbestellt. Der Abel Tasman Track ist hier beschrieben. Die erste Nacht verbringen wir in Torrent Bay.

Tag 9: Abel Tasman Track

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Tag 2 vom Abel Tasman Track. Heute Nacht schlafen wir im Tonga Quarry. Der Abel Tasman Track ist hier beschrieben.

Tag 10: Abel Tasman Track und Punakaiki

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Um 12.15 h holt uns das Marahau Aqua Taxi von Totoranui ab. Die Fahrt mit dem Aqua Taxi macht viel Spaß. Wir preschen über die Wellen und sehen unterwegs Robben, Kajakfahrer und die vielen kleinen Buchten, die wir in den letzten 3 Tagen zu Fuß durchquert haben. Wir entscheiden uns, heute noch bis Punakaiki an der Westküste weiterzufahren. Die Strecke dorthin ist etwas länger und man braucht ca. 4 Stunden. Wir schlafen heute im Punakaiki Beach Camp, von welchem aus man direkt an den Strand gehen kann. Der Campingplatz ist ordentlich, nur die Küche ist etwas klein für so viele Touris. Außerdem gibt es ein paar Probleme mit der Platzzuweisung, da anscheinend einige Plätze aus Versehen doppelt vergeben wurden. Da regen sich einige Deutsche mächtig drüber auf

Tag 11: Punaikaiki und Greymouth

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In Punakaiki bekommen wir in der i-Site den Tipp, einen Teil des Inland Pack Track zu gehen, vor der ersten Hängebrücke nach rechts abzubiegen und so auf einen Rundwanderweg zurück nach Punakaiki zu gelangen. Der Weg ist unglaublich schön. Der Regenwald ist über und über mit Moosen und Flechten behangen und wirkt wie ein Märchenwald. Man kann, bevor man rechts abbiegt noch ca. 100 Meter weiter auf dem Inland Pack Track gehen, um die Hängebrücke zu sehen. Man wird aber ansonsten auf den anderen Tracks noch viele weitere Hängebrücken überqueren. Nachmittags fahren wir mit dem Campervan nach Greymouth, wo es einen großen Supermarkt, ein Fotozubehörladen und ein Warehouse gibt, ein Laden, in dem man eigentlich alles kriegt (Kleidung, Geschirr, Elektronik, Zelte, usw.). In Punakaiki selbst gibt es keinen Supermarkt! Man sollte also eventuell schon auf dem Weg von Marahau nach Punakaiki etwas einkaufen, z.B. in Westport, um in Punakaiki nicht auf dem Trockenen zu sitzen oder, wie wir, extra nach Greymouth fahren zu müssen. Abends campen wir wild neben dem Highway zwischen Punakaiki und Barrytown. Der Platz hat einen tollen Ausblick auf die wilde Westküste und ist hier näher beschrieben.

Tag 12: Punakaiki und Hokitika

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Heute morgen besichtigen wir die Pancake Rocks im Sonnenaufgang. Die Blowholes, welche ebenfalls bei den Pancake Rocks liegen, pusten immer nur bei Flut Wasser in die Luft. Man sollte sich also vorher in der i-Site erkundigen, wann das der Fall ist. Heute machen wir den Fox River Tourist Cave Track als Tageswanderung. Die Fox River Tourist Cave ist eine frei zugängliche Höhle mit tollen Tropfsteinformationen, die ca. 100 Meter in die Tiefe geht und nur über diese Wanderung zu erreichen ist. Der Weg dorthin führt durch einen Fluss hindurch, welcher nach starkem Regen nicht sicher zu überqueren ist. Auf jeden Fall muss man aber die Schuhe ausziehen. Man sollte vorher in der i-Site nachfragen, ob die Flussdurchquerung möglich ist. Der Weg geht zum Ende hin sehr steil über Moos bewachsene Steine hinweg, welche sehr rutschig sind. Hier muss man schon ganz schön aufpassen. Diese Wanderung ist kein Rundweg. Empfehlenswert ist es, Wandersandalen zusätzlich zu den Wanderschuhen mitzunehmen, welche man bei der Flussdurchquerung und in der Höhle anziehen kann, da in der Höhle das Wasser teilweise kniehoch steht. Nach der Wanderung geht es weiter nach Hokitika, wo wir im Shining Star übernachten. Der Platz macht seiner Name alle Ehre. Er bietet eine schöne Küche, eine tolle Grillstelle und eine überdachte Terasse. Der Platz bietet ebenfalls direkten Zugang zu einem schönen Sandstrand, wo man abends sehr schön die Sterne beobachten kann. Genau auf der gegenüberliegenden Straßenseite vom Campingplatz liegen die Glowworm-Caves von Hokitika. Hier kann man bei Dunkelheit eine Unmenge von Glühwürmchen sehen.

Tag 13: Hokitika

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Heute gucken wir uns in Hokitika die vielen Kunsthandwerk- und Schmuckläden an, für die Hokitika bekannt ist. Vor allem Jade- und Knochenschmuck wird hier viel verkauft. Weiter geht es an den historischen Kais vorbei auf den kleinen Beach Walk. Der Strand von Hokitika ist sehr schön und in der Nähe eines Parkplatzes gibt es eine Skulpturenausstellung aus Treibholz. Hier wurde zum Beispiel eine Kuh oder der Ortsname komplett aus Treibgut aufgebaut. Wirklich sehenswert. An diesem Parkplatz machen wir auch eine Mittagspause. Nachmittags geht es mit dem Campervan zur Hokitika Gorge, einer Schlucht mit hellblauem Flusswasser und einer langen Hängebrücke. Hier wimmelt es nur so vor Sandflys! Weiter geht es nun Richtung Franz Josef Glacier. Wir campen heute Nacht auf dem DOC-Campingplatz MacDonnalds Creek. Dieser Platz liegt kurz vor Franz Josef. Sobald man die Tür des Campervans aufmacht, wird man tagsüber von Sandflys und abends von Mücken aufgefressen. Außerdem waren die Plumpsklos hier wirklich fürchterlich. Die schienen seit Wochen nicht gereinigt worden zu sein. Aber naja.

Tag 14: Franz Josef Glacier

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Heute buchen wir direkt nach unserer Ankunft in Franz Josef eine Halbtageswanderung mit Franz Josef Glacier Guides über die i-Site. Danach fahren wir mit dem Campervan in das Rainforest Retreat, ein toller Campingplatz mitten im Regenwald, aber trotzdem sehr zentral. Einziges Manko hier sind die sanitären Anlagen, die anscheinend viel zu klein für den großen Platz konzipiert wurden. Dies scheint den Betreibern bewusst zu sein (We know the toilets and showers are not our best feature) und es soll bald eine Erweiterung geben. Mittags geht es dann auf die geführte Gletscherwanderung. Ohne einen Guide darf man das Eis nicht betreten, denn es verändert sich jeden Tag, so dass gefährliche Spalten und Eisabbrüche entstehen. Gletscherwanderung in Franz Josef ist wirklich sehr zu empfehlen. Man kann auch eine Ganztageswanderung machen. Die Tour ist hier näher beschrieben. Im Gebäude der Glacier Guides kann man auch sehr schöne Neuseeland-T-Shirts kaufen. Besonders schön an der Tour ist, dass im Preis der Besuch der Glacier Hot Pools inbegriffen ist. Nach der Tour kann man also den Tag ganz entspannt in den 40 heißen Gletscherwasserpools ausklingen lassen.

Tag 15: Fox Glacier

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Heute fahren wir weiter nach Fox. Diesen Gletscher gucken wir uns ohne Guide an, so dass man nur bis ca. 200 m vor das Eis kommt. Wenn man den Franz Josef Glacier schon gesehen hat, kann man den Fox Glacier eigentlich links liegen lassen. Danach fahren wir weiter zum Lake Mathesen. Dieser ruhige See ist bekannt für die klaren Spiegelungen der umliegenden Berge, insbesondere des Mt. Cook, bei klarem Wetter. Leider ist an diesem Tag der Himmel sehr bedeckt, so dass man nur braunes Wasser sieht In dem kleinen Caf am Lake Mathesen kann man sehr schön Apfel-Zimt-Muffins und Schokoladen-Trüffel-Kugeln essen und dabei den Blick auf die hohen Berge genießen. Mmh lecker! Wir übernachten im Family Park Campingplatz von Fox an der Straße zum Lake Mathesen. Dieser Platz ist wirklich quadratisch, praktisch, gut. Alles irgendwie sehr kubisch Selbst die Küche wirkt irgendwie zu aufgeräumt. Aber alles sauber und ordentlich.

Tag 16: Copland Track

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Morgens bezahlen wir in der i-Site von Fox die Übernachtung in der Welcome Flat Hut am Copland Track für den gleichen Abend. Um 11.30 h geht es los auf den Copland Track. Der Copland Track ist hier näher beschrieben. Nach Ankunft in der Welcome Flat Hut genießen wir ein Bad in den heißen Thermalquellen, die zur Hütte gehören. Herrlich!

Tag 17: Copland Track

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Heute steht der Rückweg von der Welcome Flat Hut auf dem Copland Track an. Um 16.00 h geht es los mit dem Campervan nach Wanaka. Unterwegs kommt man durch Haast durch, ein Ort, der eigentlich nur als Zwischenstation zum Einkaufen gut ist. Weiter geht es nach Wanaka. Hier gibt es den Wanaka Holiday Park, ein Campingplatz der ein kostenfreies Spa und kostenloses WLAN sowie kostenlose PCs mit Internetzugang bietet. Auch der Pavillon mit dem BBQ ist hier sehr schön angelegt.

Tag 18: Wanaka und Queenstown

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In Wanaka kann man einige sehr schöne Wanderungen machen, z.B. den Rob Roy Valley Track, an dem man an Gletschern und Gebirgsregionen mit Keas vorbeikommen soll. Das Mädel von der Rezeption meint aber, dass die Anfahrt dorthin schon über eine Stunde sei, so dass dies insgesamt einem tagesfüllenden Programm entsprechen würde. Wir entscheiden uns daher zum Aufstieg auf den Mt. Iron, einem kleinen Berg in der Nähe der Stadt, von dem aus man den Wanaka Lake und die Stadt von oben sehen kann. Weiter geht es mit dem Campervan nach Queenstown. Dort entscheiden wir uns für den Queenstown Lakeview Holiday Park, ein Campingplatz, der nah an der Innenstadt und der Bergbahn liegt. Nachmittags erkunden wir noch die belebte und schöne Innenstadt von Queenstown, essen einen Fergburger in der bekannten gleichnamigen Burgerschmiede. Man kann in Queenstown auch ins Underwater Observatory gehen, wo man tauchende Enten und Fische beobachten kann. Wir buchen eine Whitewater-Rafting-Tour auf dem Shotover River für den nächsten Morgen für 195 NZ$ pro Person. Abends fahren wir mit der Syline Gondola auf einen Berg über Queenstown. Preis pro Person 25 NZ$. Zwar sieht man vom Berggipfel aus nicht den Sonnenuntergang, da dieser von anderen Bergen verdeckt wird, aber es gibt fantastische Aussichten auf Queenstown im Abendlicht und den See. Wir haben uns eine Flasche neuseeländischen Wein und Käse mitgenommen und genießen einen romantischen Abend auf der fast menschenleeren Bergstation.

Tag 19: Queenstown und Te Anau

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Heute machen wir die Wildwater-Rafting-Tour auf dem Shotover River. Die Tour ist hier näher beschrieben. Wir entscheiden uns auch für die Action-Fotos von unserem Raft, die man für 40 NZ$ dazukaufen kann. Eine tolle Erinnerung! Danach fahren wir weiter nach Te Anau. Dort informieren wir uns im DOC-Büro über die Wanderungen der Region und die DOC-Campingplätze auf dem Weg nach Milford Sound. Wir fahren noch auf dem Highway ein Stück Richtung Milford Sound und wählen den DOC-Platz Henrys Creek aus, der sehr schön direkt am Lake Te Anau gelegen ist und tolle, zwischen Bäumen versteckte Campsites für Campervans mit Blick auf den See bietet. Hier kontrolliert abends ein DOC-Ranger, ob die Camper ihre Platzgebühr bezahlt haben.

Tag 20: Milford Sound

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Heute liegt der schöne Weg nach Milford Sound vor uns. Unterwegs kann man einige kleine Abstecher vom Highway zu den angrenzenden Naturwundern machen, z.B. der Mirror Lake, der Chasm (ein Wasserfall mit ausgehöhlten Felsen) oder der Alpinpfad vor dem Autotunnel Richtung Milford Sound, wo auch häufig Keas zu sehen sind. Außerdem machen wir noch eine Halbtageswanderung zum Key Summit, die auf einem Teil es Greenstone Tracks verläuft. Vom Key Summit aus hat man eine tolle Sicht auf den Lake Marian und die Schnee bedeckten Berggipfel der Umgebung. Weiter geht es nach Milford Sound. Zu unserer Überraschung ist Milford Sound gar keine richtige Stadt! Es gibt dort nur die Bootsableger und Fahrkartenschalter, einen großen Parkplatz, ein Pub und einen kleinen Campingplatz, der immer ausgebucht ist. Wir haben großes Glück und kriegen trotzdem noch eine Campsite für unseren Campervan. Aufgrund seiner Exklusivität ist dieser Platz auch etwas teurer (44 NZ$ für 2 Personen). Alternativ kann man den Campervan auch eine Nacht auf dem großen Parkplatz für 20 NZ$ pro Nacht parken, das ist aber nicht wirklich schön. Im Campingplatz buchen wir eine Scenic Cruise mit Southern Cruises für 70 NZ$ pro Person für 9.00 h am nächsten Morgen. Bei dieser Fahrt gibt es auch Frühstück an Bord. Der Campingplatz ist wie gesagt relativ klein, und auch die Küche und die Duschen bieten nicht viel Platz. In einem kleinen Kiosk kann man noch einige Sachen einkaufen, falls man nichts mitgebracht hat. Die Preise hierfür sind natürlich unverschämt

Tag 21: Milford Sound und Te Anau

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Heute machen wir die Scenic Cruise auf dem Milford Sound mit Southern Cruises. Die Tour ist hier näher beschrieben. Das Frühstück an Bord ist auf jeden Fall sehr komfortabel, wenn man vor der frühen Tour noch nicht zum Frühstücken gekommen ist. Danach fahren wir zurück nach Te Anau. Dort entscheiden wir uns für den Top 10 Holiday Park und sind von der Anlage begeistert. Alles sehr schön angelegt und es gibt eine tolle Küche und eine schöne BBQ Station. Dies hat allerdings auch seinen Preis (48 NZ$ für 2 Personen). Wir schauen uns Te Anau an. Hier kann man sehr gut Souvenirs und Mitbringsel kaufen, vor Allem in einem kleinen Andenkenladen, welcher von Chinesen betrieben wird. Wir buchen für den nächsten Tag die Luxmore Hut auf dem Kepler Track im DOC-Büro für 50 NZ$ pro Person. Wir schauen uns noch das Bird Wildlife Centre des DOC an, welches hinter dem DOC-Büro etwas außerhalb der Stadt liegt. Hier gibt es einige einheimische Vögel, z.B. Keas, welche auf Grund einer Verletzung nicht ausgewildert werden können. Das Centre lohnt sich auf jeden Fall und ist gegen eine Spende zu besichtigen.

Tag 22: Kepler Track

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Früh geht es los auf den Kepler Track. Wir entscheiden uns, vom Kepler Track nur eine 2-Tageswanderung bis zur Luxmore Hut und zurück zu machen, da man so immerhin den höchsten Punkt des Tracks (den Mt. Luxmore) und die Höhlen an der Luxmore Hut erreicht. Den Campervan lassen wir am Kepler Car Park stehen. Die offizielle Empfehlung hier lautet, den Campervan auf einem bewachten Parkplatz abzustellen und ein Taxi zum Ausgangspunkt des Tracks zu nehmen, da es in letzter Zeit anscheinend wiederholt Einbrüche in abgestellte Fahrzeuge gab. Der Kepler Track ist hier näher beschrieben. Nach Ankunft in der Luxmore Hut erkunden wir noch die Höhlen in der Nähe der Hütte und steigen zum Mt. Luxmorer auf.

Tag 23: Kepler Track und Purpoise Bay

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Heute steht der Rückweg vom Kepler Track zum Carpark an. Wir wollen heute noch bis an die Südküste fahren. Zunächst fahren wir mit dem Campervan Richtung Manapouri um uns den River Anduin aus Herr der Ringe anzusehen, der in Wirklichkeit der Waiau River an der Rainbow Reach Swingbridge ist, die einen alternativen Ausgangspunkt zum Kepler Track darstellt. Dann fahren wir mit dem Campervan nach Invercargill zum Einkaufen und dann nach Fortrose. In Fortrose kann bei Ebbe das Schiffswrack Ino in einer Bucht ganz in der Nähe vom Highway sehen. Auf dem Parkplatz in der Nähe des Schiffswracks Ino kann man auch prima wildcampen. Dieser Platz ist hier näher beschrieben. Von Fortrose aus kann man entweder die Coastal Scenic Route nach Purpoise Bay oder den Highway nehmen. Da es schon spät ist und die Coastal Route über 12 km Schotterpiste führt, entscheiden wir uns für den Highway. Im Lonely Planet Reiseführer wird der Campingplatz in Purpoise Bay sehr empfohlen. Die Lage ist wirklich einzigartig: Direkt zwischen einer Bucht, die mit Sandstrand und geschützt zwischen Felsen als Kinderstube für kleine Delfine sowie als Surferparadies dient und einer weiteren Bucht, die den sehenswerten Petrified Forest sowie eine Kolonie von Yellow Eyed Penguins beherbergt, die man nirgendwo anders so nah sehen kann. Dazwischen gibt es beeindruckende Steilküste und schroffe Felsen, an denen sich die Wellen brechen. Die Stellplätze liegen größtenteils geschützt in kleinen Ausbuchtungen zwischen Flachsbüschen. Wenn man keinen Strom für seinen Campervan braucht, kann man ihn auch oben auf eine Klippe stellen und hat so einen wirklich einzigartigen Stellplatz. Der Nachteil an diesem Platz sind sämtliche Anlagen. Die Küche verfügt nur über einen kleinen Camping-E-Herd mit 2 Platten und ist wirklich winzig. Hier besteht keine Chance, abends Essen zubereiten zu können. Die Duschen kosten extra, haben kein Licht, sind nicht gefließt, und wie der Rest der Anlagen einfach uralt. Hier bezahlt man wirklich nur für die Lage. Man sollte auf jeden Fall noch abends zu den Yellow Eyed Penguins gehen, da sie dann aus dem Meer zurück zu ihrem Nachwuchs hüpfen und in großer Zahl zu sehen sind. Den Petrified Forest hingegen kann man am besten zur Ebbe sehen. Von der Beobachtungsplattform aus kann man direkt runter zu den Pinguinen und den versteinerten Baumstämmen gehen.

Tag 24: Purpoise Bay und Weg nach Taiteri Mouth

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Heute morgen schauen wir uns noch die beeindruckende Umgebung des Campingplatzes von Purpoise Bay an: Die Steilküste, die Wellen, der Strand und der Petrified Forest. Danach fahren wir weiter zu den McLean Falls, welche man erreicht, wenn man am Cafe Whistling Frog vom Highway abfährt. Die McLean Falls sind über einen kurzen Spaziergang zu erreichen. Wer Lust hat, kann auch noch bis zur Spitze des Wasserfalles nach oben klettern und hat von dort eine fantastische Aussicht. Im Cafe Whistling Frog kann man leckere Dattel-Scones mit Whipped Cream essen. Weiter geht es auf dem Highway zu den Cathedral Caves. Für die Zufahrt zum Parkplatz, welche über Privatgrund führt, muss man 5 NZ$ pro Person bezahlen. Über einen kurzen Spaziergang durch Wald und an einem schönen Strand entlang kommt man zu den Cathedral Caves. Die Cathedral Caves sind am dritt beeindruckendsten, wenn man schon die Luxmore Caves und die Fox River Tourist Caves gesehen hat Sie sind einfach nur leichter zugänglich, und deswegen tummeln sich hier die Touristen. Sie gehen vom Strand ca.15 Meter in die Tiefe und dann wieder zurück zum Strand. Es gibt hier keine Tropfsteinformationen. Sie sind nur bei Ebbe zugänglich, da sie ansonsten geflutet werden. Wir fahren weiter zum Nugget Point, wo es einen sehr schönen Leuchtturm und eine Robbenkolonie gibt. Hierhin gelangt man nur über eine 8 km lange Schotterpiste mit vielen steilen Abschnitten. In der Nähe des Leuchtturmes gibt es auch eine weitere Yellow Eyed Penguins Kolonie, welche hier nur über einen Beobachtungsstand aus zu beobachten ist. Weiter geht es nach Taiteri Mouth und von dort auf die Coastal Route, wo wir auf dem Weg nach Kuri Bush einen schöne Wildcampingplatz finden. Der Platz ist hier näher beschrieben. Wir schlafen ein mit dem Meer im Hintergrund.

Tag 25: Dunedin und Rakaia

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Heute fahren wir weiter zur Dunedin Peninsula. Dort gibt es das Royal Albatross Centre, wo man durch eine Glasscheibe diese riesigen Vögel beobachten kann. 40 NZ$ pro Person finden wir hierfür aber reichlich unverschämt. Vom Parkplatz aus soll man angeblich auch manchmal Albatrosse sehen können, an diesem Tag war aber wohl kein Ausflug. Man kann aber eine große Vogelkolonie von Möwen und Kormoranen beobachten, die direkt an den Klippen neben dem Parkplatz brüten dem Parkplatz einen geruchsintensiven Anstrich geben. In Dunedin schauen wir uns den Bahnhof an, welcher als das meist fotografierte Gebäude der Südhalbkugel gilt. Wir tragen zum Fortbestand dieser einmaligen Statistik bei. Außerdem kann man in Dunedin noch die steilste Wohnstraße der Welt sehen. Diese Straße ist wirklich der Wahnsinn. Wenn man hier einen Purzelbaum machen würde, würde man erst unten aufhören zu purzeln. Wir haben heute noch ein ganzes Stück Strecke vor uns und kommen abends in Rakaia an. Hier gibt es die längste Brücke Neuseelands und einen Fluss, aus dem anscheinend regelmäßig Atomfische geangelt werden, so groß sind die. Der Campingplatz Family Park bietet direkten Zugang zu diesem Fluss und wird deswegen vor allem von neuseeländischen Anglern und ihren Familien sehr geschätzt. In der Gemeinschaftsküche tragen sie dann den jeweiligen Wochenrekord ein. In unserer Woche waren es 16 pds. Hier hängen auch jede Menge Fotos von stolzen Anglern. Die Besitzer des Campingplatzes sind wirklich ausgesprochen herzlich und freundlich. Die Anlagen sind sehr ordentlich, auch das BBQ.

Tag 26: Akaroa

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Heute fahren wir weiter zur Banks Peninsula, welche südlich von Christchurch liegt. Diese Halbinsel stellt den Krater eines ehemaligen Vulkanes dar und wurde zunächst von Franzosen besiedelt, weswegen hier auch immer noch die französische Lebensart dominiert. Die Stadt hier heißt Akaroa. In Akaroa kann man Bootsausflüge buchen, um den Wildtieren der Bucht näher zu kommen. Man kann auch einen Jetbootausflug wählen, wenn man Wildtiere gar nicht mag. Wir entscheiden uns also für einen Segelausflug auf der Fox II. Dieser Trip ist wirklich wunderschön. Der Kapitän wird unterstützt durch 3 Work-and-Traveller, die sich bestimmt selber fragen, ob das jetzt hier der Work oder der Travelanteil ist. Er fährt die gesamte Küste ab und kommentiert alles, was man unterwegs sieht. Auf dem offenen Meer wird dann Musik abgespielt, um Delfine anzulocken, und der Kapitän scheint ihren Geschmack zu treffen. Diesen Trip kann ich sehr empfehlen. Er gehört zu den besten Erlebnissen aus unserer Zeit in Neuseeland. Der Trip ist hier näher beschrieben. Wir trinken noch einen Cafe in diesem netten Cafe mit dem urigen Garten direkt in Akaroa, der direkt aus der Bretagne importiert worden zu sein scheint. Dann fahren wir weiter nach Christchurch. Dort entscheiden wir uns für den Top 10 Holiday Park, welcher wiederum sehr schöne und moderne Anlagen bietet, dabei aber nicht ganz billig ist. Viele Touris nutzen diesen Platz als Ausgangs- oder Endpunkt für ihre Tour mit dem Campervan.

Tag 27: Christchurch

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Morgens wird der Campervan auf Vordermann gebracht: Abbau vom Bett, Packen der Koffer, Entleeren vom Altwasser, Leerräumen des Vorratsschrankes (aus diesem Grund stapeln sich im Top 10 Camingplatz von Christchurch wohl die Vorräte in der Gemeinschaftsküche, insbesondere Salz- und Pfefferstreuer), Reinigung von Innen, Auffüllen von Wasser, Gas und Benzin (91er). Dann fahren wir noch in ins Wilowbank Wildlife Reserve, ein Tierpark, der vor allem einheimische Tierarten zeigt. Wir wollen vor allem einmal Kiwis sehen, welche hier in einem Nachthaus aktiv sind. Außerdem gibt es noch drollige Wollschweine und Aale, die Hackfleisch von Löffeln fressen. Der Tierpark kostet 25 NZ$ pro Person. Mit dem Campervan fahren wir jetzt noch zum Hostel, um schon mal die Schlüssel abzuholen und die Koffer abzugeben. Wir haben das Old Country House ausgewählt. Dieses Hostel besteht aus mehreren Gebäudeteilen, welche jeweils über eigene Duschen und Küchen verfügen. Außerdem hat es noch einen Außenpool und eine Sauna. In den Häusern sieht es sehr schön aus, direkt historic. In der Küche herrscht eine nette Atmosphäre, wo viele Backpacker die unglaublichsten Geschichten von ihrem Urlaub oder auch ihren reichen Sponsoren erzählen. Nur dem Mädel von der Rezeption war hier echt eine Laus über die Leber gelaufen. Auch zu den Mitarbeitern, die gerade wohl vom Putzen kam, hat sie einen schlimmen Ton an den Tag gelegt. Hat sich nachher rausgestellt, dass sie auch Deutsche ist (hat uns dann nicht mehr gewundert). Danach ist es Zeit, den Campervan bei Happy Camper abzugeben. Die Rückgabe ist neuseeländisch unkompliziert, es wird nichts kontrolliert, sondern darauf vertraut, dass der Mieter alles erledigt hat. Während des Urlaubes ist ein kleines Ausklapptischchen abgebrochen, was wir jetzt noch sagen. Das ist kein Problem und wird nur zur Kenntnis genommen. Mit dem Bus fahren wir dann zum Re:Start Gelände. Dies ist ein Versuch, ein provisorisches Stadtzentrum von Christchurch wieder aufzubauen. In bunt angemalten Schiffscontainern haben sich einige Cafes, Klamotten- und Handyschalenläden niedergelassen. Hier sieht man mal etwas mehr Menschen in Christchurch auf einem Fleck, ansonsten ist Christchurch wirklich tot. Direkt hinter dem Re:Start Gelände steht wieder ein Bauzaun, an dem immer viele Touris stehen und die Ruinen und die Abrissarbeiten bestaunen. Der verbliebene Tourismus in Christchurch wirkt insgesamt eher so wie Katastrophentourismus. Es gibt hier wirklich wenig Sehenswertes mehr. Danach gehen wir noch in den Botanischen Garten, wo insbesondere ein schöner Rosengarten zu bestaunen ist, in dem an einer Tafel sogar markiert ist, welche Rosen normal stark, stark, und sehr stark duften. Hmm Weiter gehen wir zur Ecke Papanui Street / Bealey Avenue, wo es einen BBQ-Stand mit Fischspezialitäten gibt. Wir bestellen zwei mal Whitebait-Sandwich und Pommes mit Aioli für 30 NZ$ und sind überrascht, was Whitebait überhaupt ist. Aus dem Sandwisch lachen uns lauter kleine, in Ei eingebackene Fischbabys an! (Die Fischbabys schmecken echt lecker.) Wir gehen dann zu Fuß zurück zum Hostel, vorbei an leerstehenden Häusern. Nur noch das Hundegeheule im Hintergrund fehlt, um die Geisterstadtstimmung zu vervollständigen.

Tag 28: Rückflug von Christchurch

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Der Flug geht erst nachmittags, also harren wir den ganzen Vormittag im Hostel aus und gehen uns gegenseitig mit Scrabble und Edward Cullen auf die Nerven. Es steht wieder ein anstrengender Rückflug an. Im Gegensatz zum Hinflug hat man auf dem Rückflug jedoch sehr viele Stunden Nacht, da man der Nacht sozusagen hinterher fliegt. Man kann also deutlich länger schlafen und so dem Jetlag etwas besser entgegentreten. Nach 31 Stunden hilft jedoch nichts mehr und man kann den Passagier einfach in die Ecke stellen. Ein unglaublicher Urlaub, anders kann an es nicht sagen. Mir fallen nicht genug Wörter ein, um diese Zeit zu beschreiben. Einmalig, wunderbar, sagenhaft. Man muss da gewesen sein, um dieses Gefühl verstehen zu können. Alternativ kann man sich auch unsere Fotogalerie anschauen.